19
Okt

luca-platiMein Name ist Luca Plati, ich bin 17 Jahre alt und habe in diesem Jahr meine Ausbildung zum Gerüstbauer begonnen.

Durch meinen Vater, der schon viele Jahre als Gerüstbauer arbeitet, bin ich auf die Idee gekommen, in diesem Beruf meine Ausbildung abzuschließen.

Zum Beruf des Gerüstbauers gehört viel mehr, als einfach nur „normale“ Fassadengerüste auf- oder abzubauen. Es gibt viele verschiedene Gerüste. Dafür musst du Statiken und Windlasten, die auf das Gerüst einwirken, berechnen. Außerdem solltest du die Bodenbeschaffenheit im Auge behalten, denn davon hängt ab, wie oft das Gerüst geankert – also gesichert – und verstrebt werden muss. Dazu ist viel Planung notwendig. Öfters befindet sich dein Arbeitsplatz auch in Industrieanlagen. Dort sind oftmals riesige Gerüstkonstruktionen z.B. in 40 – 70 Meter Höhe nötig. Höhenangst darfst du nicht haben. Bei so einem hohen Gerüst werden viele Teile schon vormontiert und dann per Kran hochgehoben. Als Gerüstbauer brauchst du aber auch Kraft, weil du die Gerüstteile tragen und hochreichen musst.

Von der körperlich schweren Arbeit habe ich mehr Muskeln bekommen und erspare mir dadurch den Gang ins Fitnessstudio. Außerdem bin ich handwerklich geschickter geworden, was mir auch im Privaten hilft.

Mein Ziel ist es, so viel wie möglich zu lernen und meine Ausbildung erfolgreich abzuschließen, damit ich mich danach als Kolonnenführer oder auch Meister weiterbilden kann, um meinen Vater beruflich zu überholen :-).

 

 

 

 

josephine-speicherMeine Name ist Josephine Speicher, ich bin 19 Jahre alt und habe auch in diesem Jahr meine Ausbildung zur Gerüstbauerin begonnen.

Durch Freunde und meine Verwandtschaft wurde ich auf diesen Beruf aufmerksam. Da es schon immer mein Traum war, in einem Handwerksberuf eine Ausbildung zu absolvieren, habe ich mich dafür entschieden. 

Die Ausbildung zum/r Gerüstbauer/in dauert drei Jahre. Dabei lernst du die verschiedenen Gerüstarten, wie zum Beispiel Fassaden-, Hänge-, Modul-, Trag-, Spezialgerüste und Wetterschutzdächer kennen, welche für die Arbeiten an der Fassade, an Kirche, an Brücken oder in der Industrie von Nöten sind. In der Industrie arbeitest du viel mit Allroundgerüsten, weil diese sehr flexibel sind. Arbeitssicherheit ist in unserem Beruf ein großes Thema. In großen Höhen bist du immer mit einem Gurt gesichert. Wenn auch du Gerüstbauer/in werden möchtest, solltest du mindestens einen Hauptschulabschluss besitzen und gute Noten in Mathe und Physik haben. Die Ausbildung ist aufgegliedert in Berufsschulunterricht, überbetriebliche Ausbildung und den Ausbildungsbetrieb. Der Berufsschulunterricht findet in Darmstadt statt und die überbetriebliche Ausbildung zurzeit noch in Dortmund. Die Kosten für Fahrt und Unterkunft, inkl. Verpflegung werden komplett von der Sozialkasse des Gerüstbaugewerbes übernommen. Das Schönste an diesem Beruf ist, die körperliche Tätigkeit und dass die Arbeit so abwechslungsreich ist – es wird hier nie langweilig. 

Bei uns zu Hause war schon immer handwerkliches Geschick gefragt. Da ich jetzt bei meiner Ausbildung dies erweitere, kann es für mein Privatleben nur Vorteile bringen.

Mein Ziel ist es, allen zu zeigen, dass Gerüstbauerin kein typischer Mädchenberuf ist, dies aber nicht heißt, dass Mädchen diesen Beruf nicht erlernen können. Außerdem möchte ich meine Ausbildung erfolgreich abschließen und mich im Anschluss noch weiterbilden. Bezüglich Weiterbildung hast du die Möglichkeit nach abgeschlossener Ausbildung den geprüften Kolonnenführer zu machen, den Gerüstbaumeister, bis hin zur Selbstständigkeit.

 

 

 

 

 

 

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